Neuordnung gesetzliche Krankenversicherung
Die Weichen für mehr Wettbewerb und Generationengerechtigkeit zu stellen, ist eine zentrale gesundheitspolitische Herausforderung für die neue Bundesregierung.
Doch diese Herausforderung kann mit der Vorstellung der Bundesregierung, die private Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung einzubeziehen, nicht bewältigt werden. Der Wettbewerb zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern würde unter dem Einbezug der jetzigen 50 privaten Krankenversicherungen völlig erlahmen, da die gleichen gesetzlich normierten Leistungen zu gleichen Preisen und Bedingungen angeboten würden.
Die demografische Entwicklung und der damit verbundene Generationenkonflikt, welcher immer gravierendere Ausmaße annimmt, machen die Finanzierung unseres Gesundheitssystems schon jetzt noch kaum finanzierbar. Wird der privat versicherte Kunde jetzt mit in den öffentlichen Finanzhaushalt einbezogen, steht das Gesundheitssystem vor einer unlösbaren Aufgabe, zumal damit die Lohnzusatzkosten steigen würden. Reformbedarf besteht auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung, welche höher priorisiert werden sollte als die gesetzliche Krankenversicherung.












