Freitag, 21. April 2006, 12:19 Uhr

Unterstützung private Krankenversicherung durch Verbände

In einer gemeinsam verfassten Erklärung haben sich Verbände aus Wirtschaft, Gesundheitswesen sowie der Deutsche Beamtenbund klar gegen die Abschaffung der privaten Krankenversicherung ausgesprochen. Der goldene Mittelweg zwischen rein staatlichem und rein marktwirtschaftlichem Krankenversicherungssystem sei ideal.

Unterstützung private Krankenversicherung durch Verbände Mit ihrer an Bundeskanzlerin Angela Merkel adressierten Stellungnahme möchten die elf Verbände eine Gesundheitsreform auf Kosten der privaten Krankenversicherung verhindern, schließlich sei die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen von hoher Qualität ebenso wie der Erhalt des Gesundheitsstandorts Deutschland nur dann möglich, wenn gesetzliche und private Krankenversicherung ihre bewährte Aufgabenteilung beibehielten.

Weiterhin hieß es in der Erklärung, für das Erreichen dieser Ziele sei der Erhalt der privaten Krankenversicherung unverzichtbar. Eine Schwächung der PKV würde unserem Gesundheitswesen massiven Schaden zufügen. Weder ein rein staatliches noch ein rein marktwirtschaftliches System könne das gewachsene System der Krankenversicherung adäquat ersetzen. Am vergangenen Donnerstag wurde das Schreiben der Kanzlerin überreicht, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Freitagsausgabe.

Das bisherige System sieht vor, dass der Zugang zur privaten Krankenversicherung an die Erfüllung bestimmter Kriterien geknüpft ist. Nur für Freiberufler, Beamte und Personen, die mehr als 3.937,50 Euro im Monat (Einkommensgrenze) verdienen, besteht die Möglichkeit, zu einem privaten Anbieter zu wechseln. Das Modell der Bürgerversicherung setzt auf die Abschaffung der privaten Krankenversicherung. Die Verbände befürchten aber auch eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze und damit eine Ausblutung der privaten Krankenversicherungen.

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