Montag, 3. Juli 2006, 13:18 Uhr

Dachverband für Krankenkassen geplant

Statt wie bisher unterschiedliche Verbände je nach Kassenart soll es künftig einen großen Dachverband für alle Krankenkassen geben. Dadurch sollen Effizienz und Transparent erhöht werden. Das will ein Expertengremium unter Leitung von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt den Spitzen der Berliner Koalition vorschlagen, wie der „Spiegel“ berichtet.

Dachverband für Krankenkassen geplant Derzeit gibt es einzelne Spitzenverbände zum Beispiel für die Allgemeinen Ortskrankenkassen, Betriebs-, Innungs- und Ersatzkrankenkassen. Angestrebt ist eine Straffung der Struktur der Verbände, um eine bessere Entscheidungsfähigkeit für Ärzte und Kassen zu erreichen. Die geplanten Änderungen betreffen sowohl die Zusammensetzung, als auch die Organisation der Kassen. Eine Mindestgröße sei nicht geplant, so Schmidts Staatssekretärin Marion Caspers-Merck im „Spiegel“. Es gebe zu viele intransparente Strukturen in der Selbstverwaltung.

Außerdem soll künftig mehr Wettbewerb ins Gesundheitssystem einziehen. Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer sagte der Nachrichtenagentur Reuters. Viel mehr als bisher solle in Zukunft auf den verschiedensten Ebenen verhandelt werden. „Das ist ein Novum. Das hat es bisher so nicht gegeben.“, so Dreyer wörtlich. Preise für Arzneimittel sollen verstärkt direkt zwischen Kassen und Pharmafirmen ausgehandelt werden. Höchstpreise für Medikamente seien ebenfalls geplant. Damit sollen insgesamt rund zwei Milliarden Euro Kosten eingespart werden.

1 Kommentar zu “Dachverband für Krankenkassen geplant” anzeigen

  1. 1
    Beat S. meint:
    am 19. Februar 2008 um 17:05 Uhr

    Sehr geehrte Frau Ziltener, vor einiger Zeit war mit Ihnen eine Diskusion im Radio auch wegen den Preisen der Kassen. Leider muss ich feststellen, dass auch der Dachverband gegen die hohen Kosten der Aerzte nichts unternimmt oder nichts unternehmen kann. Als ich schon bei meiner Kasse Xsundheit reklamiert, dass ein kurzer Arztbesuch von wenigen Minuten mit über 1oo Fr.berechnet wurde, gab es nur ein kurzes -wir können nichts tun- zur Antwort. Wenn die Kassen bessere Kontrollen einführen könnten, so dass der Arzt beim Patienten z.B. seine benötigte Zeit der Bemühungen vom Patienten unterschreiben lassen müsste, könnten die Kosten sicher besser kontrolliert werden.Da eine Preiserhöhung einfach dem Kassennehmer weitergeleitet werden, und die Kassen alles annehmen, kommen wir zu keinem Preisstopp.

Vollständiger Name:

E-Mail: (wird nicht angezeigt)

Website: (optional)

Spamschutz: Summe aus 5 + 9 ?

Hinweis: Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Bitte bleiben Sie sachlich und konstruktiv. Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung von einem Moderator überprüft und sind nicht für jeden Besucher sofort sichtbar. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.