Freitag, 25. Mai 2007, 13:11 Uhr

Abbau von Bürokratie bei gesetzlichen Krankenkassen

Die Gründung eines Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen soll schnellere und effizientere Entscheidungen um wichtige versorgungspolitische Fragen im Bundesausschuss bringen. Am 21. Mai rückte man der Umsetzung des Dachverbandes erheblich näher. Die 241 Krankenkassen wählten einen 41-köpfigen Verwaltungsrat.

Abbau von Bürokratie in den gesetzlichen Krankenkassen Damit ist der erste Schritt zur Reform der Organisation der Krankenkassen getan. Ein Ziel der Gesundheitsreform ist unter anderem die Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung im Gesundheitswesen. Der immense Verwaltungsaufwand der einzelnen Krankenkassen war da in der Vergangenheit sehr hinderlich. Dies wird sich künftig ändern. Die Bürokratie soll systematisch abgebaut werden.

Voraussetzung für günstigere Verträge mit Ärzten und Arzneimittelherstellern ist eine für Ärzte und anderer Leistungserbringer interessante Größe der Krankenkasse und hohe Qualifikation im Management. Dies ist bei vielen Krankenkassen derzeit nicht gegeben. Fusionen sind für viele Krankenkassen unabdingbar, um im Wettbewerb um Preis und Leistung mithalten zu können.

War es bisher nur möglich kassenartenspezifisch zu fusionieren, ist es künftig erlaubt sich über die Kassenart hinweg frei zu verbinden. Die kassenartenspezifische Verbändeorganisation verliert dabei an Bedeutung. Während sie auf Landesebene erhalten bleibt, wird sie auf Bundesebene abgeschafft. Ein Spitzenverband Bund der gesetzlichen Krankenkassen wird gegründet. Die Aufgaben, die die Krankenkassen auf Bundesebene bisher einheitlich und zusammen bewältigen mussten, gehen zum 1.7.2008 auf den Spitzenverband Bund über.

Wichtige Aufgaben des Spitzenverband Bund sind dann u.a. das Fallpauschalensystem für Kliniken, Festsetzung von Höchsterstattungsbeträgen für Arzneimittel sowie Vertretung der Krankenkassen im Bundesausschuss. Die Arbeit soll durch die Gründung des Dachverbandes und damit Abbau von Bürokratie wesentlich effizienter und transparenter werden. Bis zum 30.06.2007 muss der 41-köpfige Verwaltungsrat die Satzung des Spitzenverbandes vorlegen. Bis dahin soll auch ein Vorstand gewählt worden sein.

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