Dienstag, 19. Juni 2007, 16:13 Uhr

Kritik an Gesundheitsreform durch Ärzte

Der Vorstand der Bundesärztekammer wird bis zur nächsten Bundestagswahl 2009 ein Gegenkonzept zur Gesundheitsreform vorlegen. Den Ärzten ist es unangenehm, sich für die Fehler und Versäumnisse der Bundesregierung in Sachen Gesundheitspolitik verantworten zu müssen.

Kritik an Gesundheitsreform durch Ärzte Die Unterfinanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung sollen Ärzte durch unbezahlte Arbeit ausgleichen. Dazu sind sie nicht länger bereit. Die Bundesärztekammer wendet sich nun mehr an die Öffentlichkeit, um ihre Kritik an der Gesundheitsreform deutlich zum Ausdruck zu bringen und aufzuklären.

Die mutmaßliche Verbesserung durch die Einführung der Wahltarife werde nicht eintreten, da sind sich die Delegierten sicher. Die Sicherheit und Gleichmäßigkeit der Versorgung kann nicht mehr garantiert werden. Große Bedenken hat der Deutsche Ärztetag auch mit der Einführung des „Verursacher-Prinzips“ in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Nach diesem Prinzip werden Patienten zur Beteiligung an den Behandlungskosten herangezogen, wenn die Krankheit z.B. durch eine Schönheitsoperation, Tätowierung oder Piercing entstanden ist.

Besonders die Private Krankenversicherung muss attraktiv bleiben, damit sie als das einzige nachhaltig finanzierte, kapitalgedeckte Versicherungsmodell erhalten bleibt und damit die Qualität der medizinischen Versorgung weiter besteht. Ein weiterer Punkt der Reform der Gesundheitsreform ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für junge Assistenzärzte und Fachärzte. Man möchte den Ärztemangel und den daher drohenden Verlust der Qualität bekämpfen.

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