PKV Rating durch map-Report
Ein Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung oder umgekehrt will wohl überlegt sein. Branchenspezifische Ratings wie der map-Report können als erste Orientierungshilfe dienen.
Es sind eine Menge von Informationen nötig, um auf dem undurchsichtigen Versicherungsmarkt die Orientierung zu behalten. Um den Markt für Verbraucher transparenter zu gestalten, befinden sich Versicherungsratings auf dem Vormarsch.
Schwerpunktmäßig werden im neuen map-Report Beitragsentwicklungen, kaufmännische Auswertungen und Beschwerdequoten der letzten Jahre beleuchtet. Eine repräsentative Studie mit einer Beteiligung von nahezu allen Versicherungsgesellschaften ist jedoch nur bedingt möglich, da die Teilnahme am Ratings auf freiwilliger Basis erfolgt.
Beteiligung von nur 17 Gesellschaften
“entsprechende Daten von allen privaten Krankenversicherern zu erhalten, ist de facto unmöglich” sagt Manfred Poweleit, Gründer des map-Report. Einige Versicherer sind laut Versicherungsexperten sehr zurückhaltend in der Herausgabe interner Daten. Der Marktanteil dieser Gesellschaften beträgt rund 48 %.
Im Rahmen der map-Studie fallen unter anderem Debeka, R+V und die Alte Oldenburger auf. Der Debeka wird Bilanz- und Servicestärke bescheinigt, die langfristig stabilsten Beiträge sind beispielsweise bei der R+V zu finden. Eine Kombination aus sehr guten Bilanzkennzahlen in Verbindung mit stabilen Beiträgen verhilft der Alten Oldenburger zum Erfolg. Im Bereich der Versicherer mit weniger als zwölf Jahren Marktaktivität belegen DEVK und Provinzial die ersten Plätze.
Besonderes Augenmerk ist die Beschwerdequote
Für Privat-Versicherte sollten dennoch nicht nur die “harten Fakten” entscheidend sein. Ein weiterer Teil der Untersuchungen waren Beschwerdequoten der einzelnen Privat-Versicherer. Hier liegen Anfang und Ende des Spielfeldes weit auseinander.
Die Zahlen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gaben Aufschluss. Die hier in der Zeit von 1995 bis 2006 zur Anzeige gebrachten Beschwerden bilden die Grundlage. DEVK, R+V und die Nürnberger Versicherung heben sich hier positiv hervor.
Beruhend auf öffentlich zugänglichen Zahlen lässt sich vermuten, dass Unternehmen mit gutem und sehr gutem öffentlichen Zahlenmaterial ihre Daten für Ratings offen legen und auch durchweg sehr gut abschneiden.












