Montag, 14. April 2008, 12:51 Uhr

Kongress über Mammographie-Screening in Deutschland

Am 08. April 2008 fand in Berlin ein Kongress statt, um über das deutsche Mammographie-Screening zu berichten. Veranstalter sind die Träger eines umfassenden Früherkennungsprogrammes für Brustkrebs.

Kongress über Mammographie Screening in Deutschland Zum Kongress wurde vom Bundesumweltministerium (BMU), dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und der Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) eingeladen. Die Kooperationsgemeinschaft wird von den Spitzenverbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung getragen. Die Organisation der Veranstaltung lag in den Händen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

Früherkennung ist wichtig im Kampf gegen den Krebs

Im Verlauf des Früherkennungsprogramms werden alle zwei Jahre 10 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren zur Teilnahme an den Reihenuntersuchungen eingeladen. Diese Altersgruppe ist besonders gefährdet. In Deutschland erkranken in jedem Jahr rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Von diesen Frauen überleben ungefähr 17.500 diese Erkrankung nicht.

Es ist das erklärte Ziel des Früherkennungsprogramms, durch frühzeitige Diagnosen die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebserkrankungen deutlich zu senken. Eine erfolgreiche Bekämpfung der Erkrankung muss mit der frühen Diagnose beginnen. Je eher der Krebs erkannt wird, umso besser sind die Chancen auf Heilung. In der Folge müssen schonende und qualifizierte Therapien gegen den Krebs eingesetzt werden. Bis jetzt haben bereits über 1,4 Millionen Frauen an dem Früherkennungsprogramm teilgenommen.

Die Statements der Träger

Vertreter der Verbände und der Politik meldeten sich auf dem Kongress zu Wort. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte vorrangig die Qualität des Programms. Das hohe Niveau ist von besonderer Bedeutung, weil das Erkennen von Brustkrebs bereits in frühen Stadien sehr schwierig ist. Außerdem müssen die Qualitätsstandards sehr hoch sein, weil eine “Untersuchung mit Röntgenstrahlen voraussetzt, dass der Nutzen deutlich größer ist als ein mögliches Strahlenrisiko”. Deshalb gab es auf keinem Gebiet größere Anstrengungen und Aufwendungen zur Qualitätssicherungen als bei diesem Vorsorgeprogramm.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt appellierte an alle Frauen, diese Möglichkeit zur Früherkennung zu nutzen. Die Untersuchungen finden nach Frau Schmidt nach “allerhöchsten europäischen Qualitätsvorgaben” statt. Das bedeutet in der Praxis die tägliche Überprüfung der eingesetzten Geräte. Die Befunde werden von zwei spezialisierten und qualifizierten Medizinern unabhängig voneinander geprüft. Sicherheit und Qualität stehen an erster Stelle. Das wird unter anderem durch permanente externe Kontrollen gewährleistet.

Der Vorsitzende des Ärzteverbandes, Dr. Andreas Köhler, verkündet seine klare Botschaft: “Mammographie-Screening rettet Leben”. Er hält die Früherkennung ebenfalls für ausgesprochen hochwertig und zuverlässig.

Die Akzeptanz dieses Programms ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Röntgenuntersuchungen. Deshalb ist Dr. Köhler der festen Überzeugung, dass die Notwendigkeit zur Transparenz und die besonderen Qualitätsanforderungen den handelnden Ärzten und Ärztinnen sehr bewusst sind. Sie setzen diese Anforderungen täglich mit aller gegebenen Sorgfalt um. Nur unter diesen Voraussetzungen kann das Früherkennungsprogramm zu einem umfassenden Erfolg werden.

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