Gesundheitstelefon - Neuer Service der PKV
Gesundheitsreform, Gesundheitsfonds und die Folgen haben auch auf die privaten Krankenversicherer einige Auswirkungen. Daher ist es nicht verwunderlich, ja sogar für die Unternehmen eine Notwendigkeit, sich mit Innovationen und neuen Produkten auf dem Markt zu positionieren.
So sind die sogenannten “Dread-Disease-Policen” auf dem Vormarsch. Jeder zweite Bundesbürger hat Angst vor einer der schlimmen Krankheiten. Einen schweren Schicksalsschlag wie eine Krebserkrankung, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall fürchtet wohl jeder. Hier setzt der Vertrieb dieser privaten Policen ein, die vor solchen Wechselfällen des Lebens schützen sollen. Der Versicherer zahlt einen vereinbarten Einmalbetrag, wenn eine von 40 schweren Krankheiten den Versicherten treffen sollte. Diese einmalige Zahlung beträgt in den meisten Fällen zwischen 100.000 und 200.000 Euro.
Dread-Disease schützt vor Komplettausfall
Der deutsche Markt für solche Produkte ist noch relativ klein. Ursprünglich britische Produkte, sind die “Dread-Disease-Policen” hier erst seit Anfang der 90er Jahre erlaubt. Der Markt ist aber nach Meinung aller Beteiligten ausgesprochen ausbaufähig und wird weiter anwachsen. Seit 2005 vertreibt beispielsweise die Gothaer diese Produkte. Sie werden zusätzlich oder auch als Alternative zum Schutz vor Berufsunfähigkeit eingesetzt.
Bester Service – das Gesundheitstelefon
Nicht nur bei schwerwiegenden Erkrankungen, sondern auch für das “Zipperlein” oder die schmerzhafte Entzündung - das neue Gesundheitstelefon der Deutschen Krankenversicherung (DKV) steht den Versicherten zur Verfügung. Bei Fragen der Arztwahl, allgemeinen Gesundheitsfragen, Schwierigkeiten mit Medikamenten oder Fragen zu Diagnosen ist telefonische Hilfe möglich. Durch diesen Service können Hilfesuchende sicher sein, einen wirklich guten Mediziner als Empfehlung zu bekommen. Auch wer einfach einen guten Rat sucht, ist beim DKV-Telefon an der richtigen Stelle.
Neue Tarife mit Kundenorientierung
Rund um die Uhr stehen Experten am Telefon für kleine und größere Probleme zur Verfügung. Dieses Gesundheitstelefon ist Teil der fünf neuen Tarife, die in Stufen aufeinander aufbauen. Es soll wirklich auch ein Sorgentelefon sein, denn der Versicherer kann beispielsweise psychologische Nothilfe besorgen und an Termine erinnern. Je nach Tarifstufe ist bei schweren Krankheiten auch ein Besuch bei einem Spezialisten in kürzester Zeit möglich.
Auslaufmodell Gesundheitsfragebogen
Das Telefon könnte mehr als sonst bei den privaten Krankenversicherern eine große Rolle spielen. Der Gesundheitsfragebogen, den ein potentieller Kunde vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung ausfüllen muss, könnte bald der Vergangenheit angehören. Dafür soll es eine telefonische Gesundheitsbefragung geben. Der Grund für diese Änderung ist das neue Versicherungsrecht. Danach darf ein Kunde nicht mehr nach allgemeinen gesundheitlichen Beschwerden befragt werden, sondern nur noch speziell nach bestimmten Vorerkrankungen.
Bessere Abwicklung für Klienten
Werden Fragen zur Gesundheit und Vorerkrankungen fahrlässig falsch beantwortet, ist das kein Grund mehr für Vertragsausschlüsse oder Leistungsverweigerungen. Nur bei grober Fahrlässigkeit oder bei einer vorsätzlich falschen Auskunft kann es Schwierigkeiten geben. Der Gesundheitsfragebogen wurde oft auch von Maklern und Vermittlern vernachlässigt, so dass es dann oft zu Auseinandersetzungen kam. Diese Schwachstelle soll nun durch ein fachgerechtes Telefongespräch aufgehoben werden. Für den potentiellen Kunden einer privaten Krankenversicherung hat das nur Vorteile. Die Abwicklung wird schneller, und die Beantwortung von Gesundheitsfragen am Telefon ist vielen sicher angenehmer sein als die Konfrontation eines persönlichen Gespräches.












