Krankenkassen legten 300 Millionen bei Lehman Brothers an
Ein weiterer Finanzskandal: Zwei gesetzliche Krankenkassen haben insgesamt 300 Millionen Euro an Einnahmen bei der inzwischen insolventen US-Bank Lehman Brothers angelegt.
Die Chemnitzer “Freie Presse” (Mittwochausgabe) berichtet unter Berufung auf eine Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann, eine der beiden nicht namentlich genannten Kassen habe 190 Millionen Euro als Termingeld und 20 Millionen Euro als Schuldscheindarlehen bei der deutschen Lehman-Niederlassung angelegt.
Kein Liquiditätsproblem wegen Einlagensicherung
Die Krankenkasse sehe nach Angaben der Parlamentarischen Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD) kein Liquiditätsproblem und gehe davon aus, “die Mittel mit Ende des Moratoriums Anfang November 2008 zurückzuerhalten”.
Eine weitere Krankenkasse habe beim selben Institut 90 Millionen Euro in Termingeld investiert, schrieb das Blatt. Caspers-Merk habe darauf verwiesen, dass alle getätigten Anlagen samt Zinsen durch
Einlagensicherungen gedeckt seien.
Krankenkassen spekulierten auf Fiinanzmärkten
Zimmermann sagte der Zeitung, bei den 300 Millionen Euro handle es sich um Geld der Versichertengemeinschaft, das für die Kranken gedacht sei und auf den internationalen Finanzmärkten nichts zu suchen habe. Zugleich gab sie der Bundesregierung eine Mitschuld, da ihr die verantwortliche Aufsichtsbehörde unterstellt sei. Auch sei völlig unklar, welche Gelder die Krankenkassen nach Abschluss des Schuldenmoratoriums von Lehman tatsächlich erhalten werden. (ddp/1A)











Unbegreiflich, wie mit Versichertenbeiträgen umgegangen wird, und dabei haben die Kassen angeblich kein Geld.