Versicherungslexikon

Krankentagegeld


Krankentagegeld

Der Begriff Krankentagegeld tritt immer in Verbindung mit privaten Krankenversicherungen auf. Er bezeichnet finanzielle Leistungen, welche die Versicherung an ihre Versicherungsnehmer im Falle einer Arbeitsunfähigkeit zu leisten hat. Im gesetzlichen Versicherungswesen spricht man hierbei von Krankengeld.

Karenzzeit

Karenzzeit bezeichnet den Zeitraum innerhalb von 42 Tagen nach Eintreten einer Arbeitsunfähigkeit. Während dieser Zeit ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Gehalt des Arbeitnehmers weiterhin zu zahlen. Die private Krankenversicherung ist während der Karenzzeit noch von jeglichen Pflichten der Ersatzzahlungen entbunden. Erst mit Ablauf des Karenzzeitraums, hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Zahlungen der privaten Krankenkasse. Der Arbeitgeber hingegen kann seine Gehaltsfortzahlung nach 42 Tagen einstellen.

Höhe des Krankentagegeldes

Wie hoch der monatliche Krankentagegeldbetrag ist, kann nicht pauschal angegeben werden. Es gibt eine allgemeingültige Regel, dass das Krankentagegeld, unter Einbezug von Verletztengeld und Übergangsgeld nicht höher sein darf als das zuvor erhaltene Nettoeinkommen. Bei der Berechnung des Krankentagegeldes wird als Maßstab das durchschnittliche Nettoeinkommen der vergangenen 12 Monate herangezogen. Ein sehr gut verdienender Versicherungsnehmer erhält demnach im Fall einer Arbeitsunfähigkeit mehr Krankentagegeld als eine Person, die über ein geringes Nettogehalt verfügt.

Sicherheit durch eine Krankentagegeldversicherung

Zusätzlich zur Krankenversicherung gibt es spezielle Krankentagegeldversicherungen. Sie bieten zusätzlichen Schutz für den Fall, dass man längere Zeit seinen Beruf nicht ausüben kann. Häufig stellt die private Krankentagegeldversicherung für gesetzlich Versicherte eine große Sicherheit dar. Da das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung nicht an die Höhe des Krankentagegeldes der privaten Krankenversicherung herankommt, schließen viele gesetzlich Versicherte eine zusätzliche Versicherung ab für den Fall der Arbeitsunfähigkeit. Die Höhe des Krankentagegeldes kann dabei selbst festgelegt werden. Die Beiträge für die Krankentagegeldversicherung orientieren sich daran, wie hoch das gewählte Krankentagegeld des jeweiligen Versicherungsnehmers ist.

Krankentagegeldversicherung für Selbstständige

Für selbstständige Unternehmer stellt der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung einen noch wichtigeren Punkt dar als für den gewöhnlichen Arbeitnehmer. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit eines Firmenbesitzers können schwere Zeiten für das Unternehmen folgen, wenn der Besitzer keine ausreichende Versicherung im Voraus abgeschlossen hat. Dieses kann von materiellen Einbußen bis zur zwanghaften Entlassung von Mitarbeitern führen. Um dieses Risiko zu vermeiden gibt es heutzutage nahezu keinen Unternehmer mehr, der nicht von der Sicherheit einer Krankentagegeldversicherung Gebrauch macht.

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